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VIDEOBOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS
ZUR VORSTELLUNG DES BUCHES

»
PAPST FRANZISKUS UND DAS RÖMISCHE MESSBUCH FÜR DIE ZAIRISCHEN DIÖZESEN«

 

[Multimedia]


 

Ich freue mich, dass ich mich aus Anlass dieses für die Kirche in Afrika so wichtigen Ereignisses mit euch verbinden kann. Danke, dass ihr mir die Gelegenheit gegeben hat, mich dieser Veranstaltung der Buchvorstellung über den kongolesischen Messritus anzuschließen. Ein Jahr nach der Messfeier im kongolesischen Ritus, der ich im Petersdom vorstehen durfte, veröffentlicht die Vatikanische Verlagsbuchhandlung ein Buch über dieses Ereignis.

Das Buch wurde von Schwester Rita Mboshu Kongo herausgegeben und trägt den Untertitel: »Ein vielversprechender Ritus für andere Kulturen«. Gerade dieser Untertitel ist es, der auf die Motivation hinweist, die dieser Veröffentlichung zugrunde liegt: ein Buch, das ein Zeugnis ist für einen mit Glauben und Freude erlebten Gottesdienst. Die geistliche und kirchliche Bedeutung und das pastorale Ziel der Eucharistiefeier im kongolesischen Ritus waren der Anlass, dieses Buch zu verfassen. Die Prinzipien der Notwendigkeit wissenschaftlicher Studien, der Anpassung und der aktiven Teilnahme an der Liturgie, die vom Konzil dringend gewünscht worden waren, haben die Autoren des Buchs geleitet.

Da der kongolesische Ritus der erste und einzige inkulturierte Ritus der lateinischen Kirche ist, der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil approbiert wurde, kann die Erfahrung dieses Messritus als Vorbild und Modell für andere Kulturen dienen. Zu den Hauptbeiträgen des Zweiten Vatikanischen Konzils zählt in der Tat, Normen für die Anpassung an den Charakter und die Traditionen der verschiedenen Völker aufgestellt zu haben. Ich fordere euch auf – wie das der heilige Johannes Paul II. beim Besuch »ad limina Apostolorum« der Bischöfe des Kongo am 23. April 1988 sagte –, euch ebenso eifrig des gesamten Rituale der Sakramente und Sakramentalien anzunehmen, das ihr zur Vervollständigung dieses Ritus anstrebt. Denken wir daran, was wir explizit in Querida Amazonia gesagt haben: »Das erlaubt uns, in der Liturgie viele Elemente der intensiven Naturerfahrung der Indigenen aufzugreifen und eigene Ausdrucksformen in den Liedern, Tänzen, Riten, Gesten und Symbolen anzuregen. Bereits das Zweite Vatikanische Konzil hatte zu einem solchen Bemühen um die Inkulturation der Liturgie bei den indigenen Völkern aufgerufen, aber es sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, und wir sind in dieser Richtung kaum vorangekommen« (Nr. 82).

Der kongolesische Messritus bringt die verschiedenen Sprachen, Farben und Bewegungen des Körpers zur Geltung, die zusammenwirken und dabei alle Aspekte der Persönlichkeit der Gläubigen einbeziehen, stets unter Berücksichtigung der besonderen Werte eines jeden Volkes. Diese Veröffentlichung, liebe Brüder und Schwestern, erinnert uns daran, dass der wahre Hauptakteur des kongolesischen Ritus das Volk Gottes ist, das Gott lobt und preist, den Gott Jesu Christi, der uns alle gerettet hat. Ich hoffe, dass diese Veröffentlichung dazu beitragen kann, in dieser Hinsicht Fortschritte zu machen. Danke!

 



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