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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 1. Juli 1998

   

Liebe Schwestern und Brüder!

Die im Abendmahlssaal versammelten Apostel haben an Pfingsten die Ausgießung des Heiligen Geistes über sich erfahren und “begannen in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab” (Apg 2,4). Man kann also sagen, daß die Kirche von Anfang an vom Heiligen Geist die Fähigkeit erhält, “Gottes große Taten zu verkünden” (Apg 2,11) und die Völker zu evangelisieren.

Diese Tatsache macht ein grundlegendes Gesetz der Heilsgeschichte deutlich: Es kann keine Evangelisierung, keine Prophetie und keine Verkündigung geben und man kann überhaupt nicht über den Herrn oder gar im Namen des Herrn sprechen, wenn nicht die Gnade und die Vollmacht des Heiligen Geistes gegeben ist. Mit einem Bild aus dem Bereich der Biologie können wir sagen: Wie das menschliche Wort vom Atem des Menschen übertragen wird, so wird das göttliche Wort vom Hauch Gottes, das ist vom Heiligen Geist, übermittelt.

Der Heilige Geist treibt die Kirche an, die Einheit zu verkündigen und die Einheit zu verwirklichen. Da es nur den einen Heiligen Geist gibt, sind alle Christen aufgefordert, an der Schwelle zum dritten Jahrtausend große Anstrengungen auf dem Weg zur vollen Einheit zu unternehmen.

* * * * *

Mit dieser Hoffnung grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Besonders heiße ich die vielen Schüler und Schülerinnen willkommen. Euch allen und Euren Angehörigen zuhause sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen wünsche ich einen schönen Sommer und erteile von Herzen den Apostolischen Segen.

  



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