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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 8. Juli 1998

   

Liebe Schwestern und Brüder!

Heute wollen wir über den mystischen Leib Christi, das heißt über die Kirche sprechen, insofern sie vom Heiligen Geist belebt und beseelt wird. Denn die Kirche ist von Anfang an dem Heiligen Geist anvertraut, der sie durch sein Wirken wachsen läßt. Seiner Gegenwart verdanken die einzelnen Christen ihr Leben in der Gemeinschaft der Kirche, das mit der Taufe beginnt: ”Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen” (1 Kor 12,13).

Der Heilige Geist, der der Kirche innewohnt, ist also nicht ein fremder Gast, sondern die Seele, die die Gemeinschaft zu einem ”heiligen Tempel Gottes” formt. Der einzelne Christ wird durch seine persönliche Umkehr vom Heiligen Geist auf dem Weg der Heiligung geführt.

So können wir den Heiligen Geist als Seele unserer Seele und als Geheimnis unserer Heiligung bezeichnen. Lassen wir zu, daß seine starke Gegenwart in uns innewohnt und wirkt und uns auf liebende Weise immer mehr nach seinem Willen formt.

* * * * *

Mit diesen Gedanken grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. Besonders heiße ich die Gläubigen der Pfarreien Langenlois und Stinatz sowie die Jugendlichen willkommen. Euch allen und Euren Angehörigen zuhause sowie den über Radio Vatikan und das Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

  



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