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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 20. Mai 1998

    

Liebe Schwestern und Brüder!

In Fortsetzung der letzten Katechese über den Heiligen Geist im Alten Testament, will ich heute über die Aussagen im Neuen Testament sprechen. Hier erst wird die Offenbarung über den Heiligen Geist als Person neben dem Vater und dem Sohn klarer. Zwar bieten uns die Bücher des Neuen Testamentes keine systematische Lehre über die dritte göttliche Person, doch wenn wir alle verstreuten Aussagen insbesondere bei Lukas, Paulus und Johannes zusammen-tragen erhalten wir ein deutliches Bild über den Heiligen Geist.

Nach dem Evangelisten Lukas ist Jesus Christus der einzige, der die Fülle des Heiligen Geistes besitzt. Er ist durch ihn empfangen worden. Seine gesamte Sendung steht unter der Führung des Geistes. Schließlich wird auch die Kirche durch sein Wirken gegründet und am Leben erhalten.

Der Apostel Paulus unterstreicht besonders die eschatologische Dimen-sion des Geistes, der alles neu macht. Er ist die Quelle des neuen und ewigen Lebens, das der Kirche durch Jesus Christus mitgeteilt wird.

Der Evangelist Johannes sieht den Heiligen Geist insbesondere als Geist der Wahrheit und als Beistand. Er ist es, der die Jünger in die volle Wahrheit führt und sie in dieser Wahrheit bleiben läßt.

* * * * *

In Erwartung des Pfingstfestes, wünsche ich Euch, liebe Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache, den Beistand des Heiligen Geistes, der Euch durch Euer Leben in Wahrheit leiten soll. Euch und allen, die mit uns über das Fernsehen und Radio Vatikan verbunden sind, erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

    



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